Luang Prabang - Hanoi - Hue
Die letzten Tage in Laos nutzten
wir, um ein paar Touren außerhalb von Luang Prabang zu unternehmen. Eine davon führte
uns zum 'Kuang Si Wasserfall', der für mich das bisherige Highlight meiner Reise
ist. Hellgrünes Wasser, schöne Wanderwege und ein natürliches Schwimmbecken machten
dieses Örtchen zu etwas Besonderen. Denkt man sich jetzt noch die Geschwader von
Chinesen weg - das reinste Paradies!
Die zweite Tour führte er uns
dann abermals über unseren geliebt-verhassten Mekong zur sog. 'Pak-Ou-Cave', die
sich oberhalb des Flusses in einem Felsen versteckte. Ehrlich gesagt, hatten wir mehr erwartet als die üblichen Buddha-Statuen
und Räucherstäbchen - aber das sind in Thailand und Laos einfach die Klassiker.
Am nächsten Tag flogen wir dann
mit einer Propeller-Maschine der berühmten 'Lao Aviation Airline' etwas wacklig
nach Hanoi, wo uns kühle 12 Grad und Regen erwartete. Mit dem Taxi, dessen Fahrer
bestimmt ein Fan der 'Fast&Furious'-Reihe war, fuhren wir zu unserem Hanoi Lucky
Guesthouse, wo uns die sympathische Tam in Empfang nahm. Am Tag darauf erkundeten
wir Hanoi - man merkt den Kommunismus schon sehr, vor allem während unseres Besuchs
des vor Propaganda triefenden 'Ho Chi Minh Mausuleums', in dem der Volksheld einbalsamiert in einem Glassarg
aufgebahrt ist. Nachmittags versumpften wir dann in den kleinen Straßen, wo ich
endlich die Bedeutung des Wortes 'Reizüberflutung' kennenlernen durfte: Leuchtreklamen,
Läden, Straßenverkäufer, ganze Heere von Rollern - zu viel für uns, sodass wir uns
erstmal zusammen mit einer Gruppe Australier ein paar Bier in einer Straßenkneipe
gönnen mussten.
Die darauffolgenden Tage verbrachten
wir auf 'hoher See' in der sog. Halong Bay, eine überdimensionale Bucht mit über
1000 Inseln - sehr beeindruckend, aber leider spielte das Wetter nicht ganz mit.
Cool waren die eine Nacht an Bord des kleinen Kutters, die 'Surprise-Cave', eine
Kayakfahrt und eine Fahrradtour auf einer kleinen Insel. Etwas seltsam war die eine
Nacht, die wir in einem Bungalow auf einer anderen Mini-Insel verbrachten, die etwas
von 'Cast away' hatte - zum Glück waren meine beiden 'Wiiilsoons' Thomas und Armin
dabei. Thommy in und ich wagten uns dann auch noch ins Meer - lediglich
ein kurzes Intermezzo, denn es war zusammenschrumpfend kalt!
Nach dem Kurztrip ging es dann
im 'Sleeping Bus' Richtung Süden. Diese Busse sind absolut verrückt, ca 30 Passagiere
liegen jeweils in einer Art Liegestuhl - ein fahrendes Matratzenlager, das in Deutschland
undenkbar wäre! In Hue angekommen, freuten wir uns erstmal über die 25 Grad und
Sonnenschein. Der erste Eindruck war durchweg positiv ist und die im Reiseführer
zu findende Beschreibung 'kulturelles Zentrum Vietnams' kann man nur bestätigen.
Am ersten Tag besichtigten wir den riesigen, ehemaligen Kaiserpalast und liefen die
zahlreichen Läden und Märkte ab. Wir waren kurz davor, ein paar original-gefälschte
Winterjacken von North Face für 40€ zu kaufen, haben dies aber erstmal nach hinten verschoben. An Tag
2 liehen wir uns Fahrräder von unserem Guesthouse
und besuchten die 15km weit entfernten Kaisergräber. Die Fahrt führte uns durch viele Dörfer, herrliche Reisplantagen und ein kurzes
Stück über die Autobahn, was hier aber mit dem Fahrrad
total easy ist:)
Nun geht es dann weiter von Hue
nach Na Thrang, wo Strand + Meer auf dem Programm stehen.
Erkenntnisse der letzten Tage:
- Weder in Thailand noch in Laos mag man Chinesen
- Die Hupe ist in Vietnam das Kommunikationsmedium Nr. 1 - noch vor dem Handy
- das Essen von dunklem Fleisch ist in Vietnam wie Lottospielen - man weiß nie, was man bekommt (Wuff!)
- Schlaglöcher sind für vietnamesische Busfahrer 'Mir-egal-Löcher'
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