Nha Trang und Saigon
Mit dem guten, alten Sleeping-Bus ging es um 18.00 Uhr Richtung Süden nach Nha Trang. Diesmal mussten wir drei uns nebeneinander in die letzte Reihe pressen, was ja grundsätzlich recht kuschelig sein kann. Wenn dann aber die Lüftung nicht funktioniert, das Klo zugesperrt ist und die Stoßdämpfer mehr stoßen, als dass sie dämpfen, dann ist es eben nur ein Bus ohne 'Sleeping'. Nach zwölf Stunden und einigen wilden Überholmanövern des Busfahrers kamen wir dann letztlich doch wohlbehalten in Nha Trang an.
Die ersten Maßnahmen waren Frühstücken und Strandbesuch. Schnell wurde uns klar, dass die Hinweise zweier Kanadierinnen doch stimmten: Nha Trang ist tatsächlich eine Russenhochburg und wir dachten schon, dass uns der Bus vielleicht auf die Krim verfrachtet hat!? Jedoch entschädigten unser tolles Hostel, das warme, saubere Meer und das tolle Wetter für die oft nervigen russischen Touristen. Ähnlich wie in Hoi An bestand unser Tagesablauf aus Essen, Sonnen, Schwimmen, Essen. Für den dritten Tag buchten wir aber dann doch eine Tour, die uns mit dem Boot auf verschiedene Inseln brachte. Highlights waren dabei ein Schnorchelgang mit tollen Korallen und kleinen Regenbogenfischen, Mittagessen auf dem Boot, eine Karaokeperformance des Klassikers 'Marmorstein und Eisen bricht' von Thommy und mir und das Baden auf offenem Meer inklusive 'floating bar' auf dem Wasser.
Nach vier Tagen hatten wir dann genug vom Wodkageruch in unseren Nasen und machten uns auf nach Saigon. Da wir erneut mit dem Sleeping-Bus fahren 'mussten', war die Stimmung vor der Abfahrt leicht angespannt. Als wir dann aber komischerweise in einen echten Luxuskarren gesteckt wurden, und sich der Fahrer als 'normal' herausstellte, konnten wir die 10-stündige Fahrt sogar schon ein bisschen genießen.
6.00 Uhr morgens kamen wir dann in Vietnams größter Stadt an - Saigon a.k.a. Ho-Chi-Minh-Stadt oder wie wir Einheimischen einfach nur kurz sagen: City!
Der erste Eindruck war absolut positiv und die nette Hoteldame ließ uns auch sofort in unser Zimmer - für 5$ mehr. Am ersten Tag stürzten wir uns dann auch gleich ins anfangs überfordernde Stadtleben und machten ein kleines Kulturprogramm; u.a. besuchten wir den Wiedervereinigungspalast, der wieder mal ein Prototyp kommunistischer Propaganda aber absolut interessant war. Zufällig kamen wir auch noch bei einem Straßenfriseur vorbei, bei dem Thommy und ich unsere Wolle auf dem Kopf scheren ließen. Über die Qualität des Haarschnitts kann man streiten, aber bei unter 2€ kann man über das ein oder andere Loch auch mal hinwegsehen. Außerdem freundeten wir uns dabei mit einem vietnamesischen Pärchen an, das unsere Anweisungen für den Friseur übersetzte - oder auch nicht?!
Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Bus zu den sog. Cu-Chi-Tunnels, in denen sich die Guerillakämpfer des Vietcongs während des Krieges gegen die USA versteckten bzw. darin wohnten!!
Die restlichen Tage verbrachten wir mit Shopping und Feilschen auf dem großen Markt im Stadtzentrum, Relaxen und mit Einheimischen quatschen in den Parks und dem Probieren der billigen, frisch gezapften Biere. Interessant wird es morgen, wenn es darum geht, die Gewichtbegrenzungen unseres Gepäcks auf dem Flug nach Phuket nicht zu sprengen - auch gefälschte Ware wiegt etwas!!!
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