Montag, 24. Februar 2014

Von Laos nach Vietnam



Luang Prabang - Hanoi - Hue

Die letzten Tage in Laos nutzten wir, um ein paar Touren außerhalb von Luang Prabang zu unternehmen. Eine davon führte uns zum 'Kuang Si Wasserfall', der für mich das bisherige Highlight meiner Reise ist. Hellgrünes Wasser, schöne Wanderwege und ein natürliches Schwimmbecken machten dieses Örtchen zu etwas Besonderen. Denkt man sich jetzt noch die Geschwader von Chinesen weg - das reinste Paradies! 









Die zweite Tour führte er uns dann abermals über unseren geliebt-verhassten Mekong zur sog. 'Pak-Ou-Cave', die sich oberhalb des Flusses in einem Felsen versteckte. Ehrlich gesagt, hatten wir mehr erwartet als die üblichen Buddha-Statuen und Räucherstäbchen - aber das sind in Thailand und Laos einfach die Klassiker. 




Am nächsten Tag flogen wir dann mit einer Propeller-Maschine der berühmten 'Lao Aviation Airline' etwas wacklig nach Hanoi, wo uns kühle 12 Grad und Regen erwartete. Mit dem Taxi, dessen Fahrer bestimmt ein Fan der 'Fast&Furious'-Reihe war, fuhren wir zu unserem Hanoi Lucky Guesthouse, wo uns die sympathische Tam in Empfang nahm. Am Tag darauf erkundeten wir Hanoi - man merkt den Kommunismus schon sehr, vor allem während unseres Besuchs des vor Propaganda triefenden 'Ho Chi Minh Mausuleums', in dem der Volksheld einbalsamiert in einem Glassarg aufgebahrt ist. Nachmittags versumpften wir dann in den kleinen Straßen, wo ich endlich die Bedeutung des Wortes 'Reizüberflutung' kennenlernen durfte: Leuchtreklamen, Läden, Straßenverkäufer, ganze Heere von Rollern - zu viel für uns, sodass wir uns erstmal zusammen mit einer Gruppe Australier ein paar Bier in einer Straßenkneipe gönnen mussten.






Die darauffolgenden Tage verbrachten wir auf 'hoher See' in der sog. Halong Bay, eine überdimensionale Bucht mit über 1000 Inseln - sehr beeindruckend, aber leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Cool waren die eine Nacht an Bord des kleinen Kutters, die 'Surprise-Cave', eine Kayakfahrt und eine Fahrradtour auf einer kleinen Insel. Etwas seltsam war die eine Nacht, die wir in einem Bungalow auf einer anderen Mini-Insel verbrachten, die etwas von 'Cast away' hatte - zum Glück waren meine beiden 'Wiiilsoons' Thomas und Armin dabei. Thommy in und ich wagten uns dann auch noch ins Meer - lediglich ein kurzes Intermezzo, denn es war zusammenschrumpfend kalt!











Nach dem Kurztrip ging es dann im 'Sleeping Bus' Richtung Süden. Diese Busse sind absolut verrückt, ca 30 Passagiere liegen jeweils in einer Art Liegestuhl - ein fahrendes Matratzenlager, das in Deutschland undenkbar wäre! In Hue angekommen, freuten wir uns erstmal über die 25 Grad und Sonnenschein. Der erste Eindruck war durchweg positiv ist und die im Reiseführer zu findende Beschreibung 'kulturelles Zentrum Vietnams' kann man nur bestätigen. Am ersten Tag besichtigten wir den riesigen, ehemaligen Kaiserpalast und liefen die zahlreichen Läden und Märkte ab. Wir waren kurz davor, ein paar original-gefälschte Winterjacken von North Face für 40 zu kaufen, haben dies aber erstmal nach hinten verschoben. An Tag 2 liehen wir uns Fahrräder von unserem Guesthouse und besuchten die 15km weit entfernten Kaisergräber. Die Fahrt führte uns durch viele Dörfer, herrliche Reisplantagen und ein kurzes Stück über die Autobahn, was hier aber mit dem Fahrrad total easy ist:)





Nun geht es dann weiter von Hue nach Na Thrang, wo Strand + Meer auf dem Programm stehen.

Erkenntnisse der letzten Tage:



  • Weder in Thailand noch in Laos mag man Chinesen 
  • Die Hupe ist in Vietnam das Kommunikationsmedium Nr. 1 - noch vor dem Handy 
  • das Essen von dunklem Fleisch ist in Vietnam wie Lottospielen - man weiß nie, was man bekommt (Wuff!)  
  • Schlaglöcher sind für vietnamesische Busfahrer 'Mir-egal-Löcher'

Samstag, 15. Februar 2014

Auf nach Laos



Von Chiang Mai nach Luang Pra Bang


Die erste Etappe auf unserem Weg nach Laos war eine Fahrt mit dem Mini-Van nach Chiang Khong. Straßenschilder mit Tempolimits sind hier anscheinend eher 'Mir-egal-Schilder', aber dafür meisterte der Fahrer die von den Schlaglöchern vorgezeichneten Slalom-Strecke. Während der Fahrt konnte man viele Eindrücke von der schönen Landschaft, aber auch von der ziemlich ärmlichen Landbevölkerung sammeln. Nach einer Nacht in einer wirklich tollen Unterkunft (mit Pool), ging es am nächsten Morgen Richtung laotische Grenze.

Insgesamt dauerte der Übergang fast 3 Std,  bevor wir dann von einem Tuk-Tuk zu unserem Boot gebracht wurden, das uns dann die nächsten zwei Tage über den Mekong ins Landesinnere nach Luang Pra Bang befördern sollte.

Die Bezeichnung 'slow boat' war definitiv gerechtfertigt, da wir zusammen mit ca 100 weiteren Leuten jeweils knapp 8 Std pro Tag auf dem Boot verbrachten. Die Landschaft war zwar toll, aber nach einiger Zeit hatte man sich auch satt gesehen. Am Abend des ersten 'Flusstages' machten wir Zwischenhalt in Pakbeng - kurz gesagt: ein Drecksloch, das nur auf die dort ankommenden Touris ausgerichtet war und uns sehr misstrauisch bezüglich Laos stimmte. Begrüßt wurden wir übrigens mit der Frage Weed or Opium?. Die Fahrt am nächsten Tag war dann auch wieder lang, jedoch sorgten ein paar sturzbetrunkene Laoten und ein Amerikaner mit seiner Gitarre für Abwechslung.
Sehenswert waren während der gesamten Fahrt die einzelnen Dörfer am Mekong-Ufer, in denen die vielen ethnischen Minderheiten von Laos beheimatet sind, und die vielen Tiere, z.B. Elefanten und Kleine Herden von Wasserbüffeln.







Als wir dann in Luang Pra Bang endlich angekommen waren, war die Erleichterung schon ziemlich groß bei uns drei. Nach dem ersten Tag kann man sagen, ein schönes Plätzchen, das auf jeden Fall für den Aufenthalt in Pak 'fucking' Beng entschädigt. Heute Abend verbrachten wir einen romantischen 'Dreier' mit Feierabendbierchen am Mekong-Ufer und begutachteten den Sonnenuntergang - herrlich. Für die nächsten Tage sind zwei Touren zu einem Wasserfall und Höhlen geplant, bevor es dann weiter nach Hanoi geht.




Aufreger der letzten Tage:


  • eine Bewohnerin eines Dorfes am Mekong-Ufer entleert stehend am Bootsanlegeplatz vor   allen Passagieren ihre Blase 
  • eine Laotin knackt an Bord den Weltrekord im Räuspern + Schleim-Hochwürgen  (11mal am Stück) 
  • Tobi-guck-in-die-Luft stürzt in den Gepäckstauraum des Bootes, der sich unter Deck befindet

Dienstag, 11. Februar 2014

Ankunft



Ankunft in Chiang Mai (Thailand)







Nach gut 24 Stunden Reisezeit, d.h. zwei Langstreckenflügen von München nach Dubai bzw. von Dubai nach Bangkok und einem Inlandsflug von Bangkok nach Chiang Mai, bin ich gestern Abend endlich bei Thomas und Armin angekommen. Nachdem ich mein Gepäck in unserem 'Headquarter' Kikie's House Hostel verstaut hatte, sind wir zum Night Market gelaufen. Dort bestellte ich dann auch mein erstes originales thailändisches Gericht: Tom Yam Suppe und Nudeln mit 'Spicy Noodles. Schluckauftechnisch habe ziemlich gut durchgehalten, die letzte Chilischote war dann aber doch der Killer.


Nach dem Essen liefen wir durch die Marktgässchen; die Sachen sehen schon verdammt echt aus, u.a. gab es Birkenstocksandalen mit Aufdruck 'Made in Germany' - alles klar:) Ein paar Schlummerbierchen und die so sehr herbeigesehnte Begegnung mit einem Ladyboy rundeten den ersten Abend im fremden Land perfekt ab.

Am zweiten Tag fuhren wir nach dem Frühstück mit dem Tuk-Tuk Richtung Stadtpark. Abgesehen von den 3 Millionen Tauben war es eine recht schöne Anlage mitten in der Stadt.
Nach einem leckeren Abendessen in einem kleinen, etwas abglegenen Thai-Restaurant gingen wir erneut auf dem Markt, um die am Vorabend bereits begutachteten T-Shirts zu ergattern. Ebbe und Thommy sind beim Feilschen mittlerweile schon alte Hasen, sodass wir die Shirts fuer knapp 3 Euro pro Stueck bekamen - natuerlich alle in Top-Qualitaet :) 
Morgen geht es weiter mit einer Tour, die uns erst ueber die Grenze nach Laos bringt und mit einer Bootsfahrt auf dem Mekong endet. Wird interessant!

Erkenntnisse der ersten Tage:
a) Hunde halten sich hier eher auf der Strasse als auf dem Teller auf
b) junge, weibliche Thais stehen offensichtlich auf aeltere beleibte Europaeer
c) Ladyboys sind kein Mythos