Dienstag, 25. März 2014

Insel Hopping

Phuket - Ko Lanta - Ko Pi Pi

Tja...nun ist es wirklich schon so weit: der letzte Blogeintrag meiner Asien-Tour!!
Unsere knapp zwei-wöchige Inseltour unterhalb der Südküste Thailands begann auf Phuket. Wir blieben zwei Nächte, da diese Insel lediglich als Übergangsstation angedacht war. Den einen vollen Tag nutzten wir, um eine Tour zu mehreren kleinen Inseln zu machen, wovon eine die sog. 'James-Bond-Island' war, auf der einige Szenen aus 'Der Mann mit dem goldenen Colt' gedreht wurden. Ein kleines Fleckchen mit Hunderten von Touristen, das jedoch ein paar schöne Fotos hergab. Die Tour führte uns zu weiteren Mini-Inseln, die viele kleine Höhlen zu bieten hatten, durch die uns glücklicherweise unser Kanu-Guide paddelte. Insgesamt war es ein super Ausflug, da das Gesamtpaket stimmte: wenig Leute auf dem Boot, Musik, gutes Essen und lustige Tour-Guides, die sich vor der Abfahrt noch schnell ein kleines Dübelchen reinpfiffen.

















Nach den zwei Nächten auf Phuket nahmen wir die Fähre nach Ko Lanta, das weiter südlich liegt. Die ersten vier Nächte verbrachten wir etwas ab vom Schuss in einer Bambushütte, in der nachts das Wasser abgedreht wurde - sehr ungünstig, wenn man viele nächtliche Klogänger im Zimmer hat. Mit dem Tuk-Tuk ließen wir uns oft an den angeblich belebteren 'Long Beach' fahren, doch da auch hier eher weniger Leute unterwegs waren, hielten wir fest, dass diese Insel noch nicht so stark von Touristen befallen ist - optimal. Uns drei gefiel es ziemlich gut auf Ko Lanta, weshalb wir noch einmal drei Nächte in einer Bambushütte direkt an besagten Langstrand dazu buchten. Aufgrund der allgemein relaxten Stimmung war der Bierfluss auch dementsprechend ordentlich, der durch die Ankunft der `Zuckers' (ein deutsches Pärchen, das Armin aus der Heimat kannte) nicht unbedingt gebremst wurde. Trotz genereller Untätigkeit vergingen die Tage wie im Flüge. Ein Tauchtrip stellte jedoch ein kleines Gegenprogramm zur sonstigen Strandträgheit dar, der absolut genial war. Für mich standen zwei Schnorchel-, für die anderen beiden zwei Tauchgänge auf dem Plan, die jeweils ca 35-40min dauerten. Für mich Unterwasser-Greenhorn waren die vielen Fischarten und die überragende Unterwasserlandschaft einfach nur beeindruckend, das Highlight war jedoch, als mir eine Meeresschildkröte ein paar Meter Geleitschutz bot.







Nach der Zeit auf Ko Lanta stand Ko Pi Pi auf dem Programm. Wir wussten bereits von Erzählungen, dass diese Insel nicht ganz so ruhig sein sollte, wie die vorherige. Dass 'nicht ganz so ruhig' eben immer Ansichtssache ist, merkten wir bereits in den ersten Stunden. Der Hauptstrand hatte etwas vom Ballermann, mit vielen jungen Leuten, die sich fürchterlich aufführten. Deshalb wunderten wir uns auch nicht über den dreckigen Zustand des Strandes - schade. Unsere Unterkunft hieß zwar 'Harmony-House', was dem riesen Hotelzimmerblock jedoch mehr als schmeichelte. Lärm besoffener Leute spät nachts, schlechtes/kein WLAN und ein allgegenwärtiger Geruch, der sich aus altem Essen und Abwässern zusammensetzte, machten diese Unterkunft zur bisher schlechtesten der gesamten Reise. Doch der erste negative Eindruck dieser Insel kehrte sich sehr schnell ins Positive um, als wir uns am zweiten Tag mit dem Taxi-Boot zu einem anderen Strand schippern ließen. Gemäß der Ying-Yang-Lehre hatte die schlechteste Unterkunft den besten Strand der Reise gefunden. Türkis-farbenes, glasklares Wasser, sauberer Sand und wenig Leute - der absolute Hammer. Auch Schnorcheln bzw. 'Brillern' (wir hatten keinen Schnorchel) lohnte sich, da sich viele kleine Fische etwas weiter außen herumtrieben. Thommy und ich entdeckten noch einen weiteren Strand, zu dem ein schöner Weg durch einen Palmenwald führte. Dort gab es mehr Krabben als Leute und auch das Wasser war paradiesisch. An diesen Stränden verbrachten wir dann die Tage auf Ko Pi Pi, abends 'wagten' wir uns dann auch ab und zu ins wirklich verrückte Nachtleben im Inselzentrum, jedoch erreichten wir nie Ballermann-Level, da wir meistens um 22.00 Uhr schläfrig wurden.
Am letzten Tag stiegen wir noch zu den zwei Viewpoints der Insel hinauf, wo man eine tolle Aussicht auf das Zentrum von Ko Pi Pi hat. Am fruehen Nachmittag ging es dann mit der Faehre zurueck nach Phuket, von wo aus wir weiter nach Bangkok fliegen werden, um dort die letzten fuenf Tage unserer Reise mit Shopping zu verbringen. 








Mittwoch, 12. März 2014

Südvietnam

Nha Trang und Saigon



Mit dem guten, alten Sleeping-Bus ging es um 18.00 Uhr Richtung Süden nach Nha Trang. Diesmal mussten wir drei uns nebeneinander in die letzte Reihe pressen, was ja grundsätzlich recht kuschelig sein kann. Wenn dann aber die Lüftung nicht funktioniert, das Klo zugesperrt ist und die Stoßdämpfer mehr stoßen, als dass sie dämpfen, dann ist es eben nur ein Bus ohne 'Sleeping'. Nach zwölf Stunden und einigen wilden Überholmanövern des Busfahrers kamen wir dann letztlich doch wohlbehalten in Nha Trang an.

Die ersten Maßnahmen waren Frühstücken und Strandbesuch. Schnell wurde uns klar, dass die Hinweise zweier Kanadierinnen doch stimmten: Nha Trang ist tatsächlich eine Russenhochburg und wir dachten schon, dass uns der Bus vielleicht auf die Krim verfrachtet hat!? Jedoch entschädigten unser tolles Hostel, das warme, saubere Meer und das tolle Wetter für die oft nervigen russischen Touristen. Ähnlich wie in Hoi An bestand unser Tagesablauf aus Essen, Sonnen, Schwimmen, Essen. Für den dritten Tag buchten wir aber dann doch eine Tour, die uns mit dem Boot auf verschiedene Inseln brachte. Highlights waren dabei ein Schnorchelgang mit tollen Korallen und kleinen Regenbogenfischen, Mittagessen auf dem Boot, eine Karaokeperformance des Klassikers 'Marmorstein und Eisen bricht' von Thommy und mir und das Baden auf offenem Meer inklusive 'floating bar' auf dem Wasser.



Nach vier Tagen hatten wir dann genug vom Wodkageruch in unseren Nasen und machten uns auf nach Saigon. Da wir erneut mit dem Sleeping-Bus fahren 'mussten', war die Stimmung vor der Abfahrt leicht angespannt. Als wir dann aber komischerweise in einen echten Luxuskarren gesteckt wurden, und sich der Fahrer als 'normal' herausstellte, konnten wir die 10-stündige Fahrt sogar schon ein bisschen genießen.

6.00 Uhr morgens kamen wir dann in Vietnams größter Stadt an - Saigon a.k.a. Ho-Chi-Minh-Stadt oder wie wir Einheimischen einfach nur kurz sagen: City!
Der erste Eindruck war absolut positiv und die nette Hoteldame ließ uns auch sofort in unser Zimmer - für 5$ mehr. Am ersten Tag stürzten wir uns dann auch gleich ins anfangs überfordernde Stadtleben und machten ein kleines Kulturprogramm; u.a. besuchten wir den Wiedervereinigungspalast, der wieder mal ein Prototyp kommunistischer Propaganda aber absolut interessant war. Zufällig kamen wir auch noch bei einem Straßenfriseur vorbei, bei dem Thommy und ich unsere Wolle auf dem Kopf scheren ließen. Über die Qualität des Haarschnitts kann man streiten, aber bei unter 2€ kann man über das ein oder andere Loch auch mal hinwegsehen. Außerdem freundeten wir uns dabei mit einem vietnamesischen Pärchen an, das unsere Anweisungen für den Friseur übersetzte - oder auch nicht?!




Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Bus zu den sog. Cu-Chi-Tunnels, in denen sich die Guerillakämpfer des Vietcongs während des Krieges gegen die USA versteckten bzw. darin wohnten!!




Die restlichen Tage verbrachten wir mit Shopping und Feilschen auf dem großen Markt im Stadtzentrum, Relaxen und mit Einheimischen quatschen in den Parks und dem Probieren der billigen, frisch gezapften Biere. Interessant wird es morgen, wenn es darum geht, die Gewichtbegrenzungen unseres Gepäcks auf dem Flug nach Phuket nicht zu sprengen - auch gefälschte Ware wiegt etwas!!!





Sonntag, 2. März 2014

Eine Woche Hoi An

 Von Hue nach Hoi An



Laut Fahrplan sollte uns eigentlich eine 2-stündige Busfahrt von Hue nach Hoi An bevorstehen - eigentlich....Aus der geplanten Ankunftszeit, 16.00 Uhr, wurde dann eben 18.00 Uhr, aber was soll's, solange man sicher ankommt, sollte man hier keine weiteren Ansprüche stellen.
Dafür erwartete uns erneut ein super Guesthouse mit Frühstücksbuffet, das wir im Gegensatz zum Pool zu Genüge ausnutzten. Nach dem ersten Erkundungstrip war uns schnell klar - hier gibt es mehr Schneidereien als Hunde auf den Straßen. Von Anzügen, über Hemden, bis hin zu Lederschuhen kann man sich hier alles nach Maß anfertigen lassen. Aber langweilig wie wir eben sind, kauften wir uns Chucks im Converse-Shop - für weniger als 25. Achja, und außerdem wollten wir keine Adidasschuhe mit Lacoste-Sohle!
Die weiteren Tage hatten im Grunde genommen immer denselben Ablauf: Aufstehen, Frühstück, Wasser kaufen, Strand, Abendessen, Stadtzentrum + Markt. Trotz der Eintönigkeit wurde uns aber nie langweilig. (Zitat Ebbe: Aaaahhh, endlich Strand! Der blöde Keim hat mich jetzt 2 Monate durch den Dschungel gescheucht!) Glücklicherweise stolperten wir am zweiten Abend über ein kleines Lokal, das von einer Familie betrieben wird. Dort probierten wir dann so ziemlich die gesamte Speisekarte aus, weshalb uns die Großmutter jedesmal mit ihren Händen über dem Kopf zusammengeschlagen empfing. Etwas abgeschreckt wurden wir dann aber von einer Ratte, die sich in die Küche schlich, jedoch keine Reaktionen beim Küchenpersonal auslöste. Am letzten Abend aßen wir woanders....
Während unserer Zeit hier in Hoi An hatte Thommy auch noch seinen 27. Geburtstag, in den wir ordentlich reinfeierten. Mit einem Shuttle-Boot wurden wir über den Fluss in eine Bar geschippert, in der das Bier knapp 30 Cent kostete - gut für den Geldbeutel, schlecht für den Schädel!
Heute Abend geht die Reise mit dem Sleeping-Bus weiter nach Na Thrang - Abfahrt: 18.30 Uhr, Ankunft: 5.00 Uhr morgens - voraussichtlich....

Erkenntnisse der letzten Tage:


  • die Verkäuferinnen am Strand sind echte Komiker: 'If you don't buy, you break my heart', 'don't be lazy, be crazy', ' Is he ladyboy?', 'I am old, you can be my toyboy!' 
  • Ratten und Kakerlaken sorgen in der vietnamesischen Küche für das gewisse Etwas 
  • Auch von vietnamesischem Bier bekommt man Kopfweh
  • Südostasien ist ein Kaff - man trifft immer wieder dieselben Leute